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Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem HERRN, deinem Gott, geweiht...

Wort zum Sonntag am 19.01.2018

Das Jahr 2018 begann mit einem Montag. Mit einem Montag wird es auch enden. Ein Jahr, in dem es nach sechs Jahren wieder einen Montag mehr geben wird. In vielen Ländern, wie auch bei uns, gilt Montag als der erste Wochentag. Nach einer Zeit der Ruhe und der Abwechslung am Wochenende, kommen viele wieder in die Arbeitsphase: Es sind wieder das Leisten, das Schaffen, das Produzieren und das Unterwegssein angesagt, und man schaut sehnsüchtig auf das noch weit entfernte Ende der Arbeitswoche, das für viele erst am Freitagnachmittag anbricht. Nicht umsonst gilt Montag wohl als der unbeliebteste Wochentag.

Als Monatsspruch für diesen Januar steht im evangelischen Kalender ein Vers aus dem 5. Buch Mose der Bibel. Im 5. Kapitel, Vers 14 heißt es: „Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem HERRN, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren“. Dieser Vers stammt aus dem Abschnitt, der zum zweiten Mal im Alten Testament die 10 Gebote überliefert. Die Unbeliebtheit des Montags war also vor langer, langer Zeit vorprogrammiert. Und das, weil Gott, wie es heißt, dem Volk Israel eine Ordnung gegeben hat, damit es ein gottgefälliges Leben führen kann, …unter anderem auch durch die Einhaltung eines Ruhetages, genauer gesagt, eines Tages, in dem nicht die Arbeit, das Schaffen und Leisten im Vordergrund stehen, sondern Gott.

Es ist kein Geheimnis, dass der menschliche Körper Ruhephasen braucht. Auch die Seele braucht regelmäßiges Abschalten von Arbeit und Sorgen, um neue Kraft zu „tanken“. Da ist die Verordnung eines Ruhetages geradezu passend. Doch der Sinn des Gebotes zur Einhaltung des Ruhetages geht weit über die biologische Notwendigkeit hinaus. Es geht um die Haltung, die der Mensch Gott gegenüber haben soll: Die Empfängerhaltung. Oder, genauer gesagt, die Haltung dessen, der nicht sich selbst im Mittelpunkt der Welt sieht, sondern anerkennt, dass es eine höhere Wirklichkeit gibt, von der wir alle abhängig sind.

Natürlich kann man heutzutage nicht erwarten, dass unsere Lebenshaltung der eines Israeliten vor 3000 Jahren gleich sei kann. Aber nach wie vor tut es dem Menschen selbst wie auch der ihn umgebenden Welt gut, wenn er regelmäßig die Rolle des Machers und des Schaffers mal ablegt und sich öffnet für den, dessen Wille einst alles, was ist, ins Dasein gerufen hat. In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen gesegneten Sonntag!

Dimitri Schweitz, Pastor in Rehden-Hemsloh und Barver

 

 

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