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Eckhart Schätzel
Eckhart Schätzel

Hunger nach Gerechtigkeit

Wort zum Sonntag am 07.12.2019

Advent und „Brot für die Welt“, das gehört für viele evangelische Christen eng zusammen. Seit sechzig Jahren ist das so. In diesem Jahr arbeitet Brot für die Welt unter der programmatischen Überschrift „Hunger nach Gerechtigkeit“.

„Es macht Freude, den Kindern beim Essen zuzusehen“, sagt die Kleinbäuerin Grace Mwita aus Tansania. Jahrelang fragte sie sich Tag für Tag, wie sie ihre Kleinen satt bekommen sollte. Dank der Unterstützung von „Brot für die Welt“ sind diese Zeiten nun glücklicherweise vorbei.

Alles änderte sich für Grace und Isaya Mwita und ihre fünf Kinder, als die Berater vom Mogabiri Farm Extension Centre, einer Partnerorganisation von „Brot für die Welt“ in ihr Dorf kamen. Sie luden alle Familien im Dorf ein, mit ihnen zu sprechen. Sie schauten sich an, wie die Felder bebaut wurden. Dann machten sie Vorschläge zur Verbesserung. Das Wunder, das dann geschah, leuchtet schön bunt. Das Wunder hat die Form von Reis, Avocados, Auberginen, Paprika, Passionsfrüchten, Chinakohl, Papaya, Kohl, Tomaten und Bananen. Aus allem kann man ein gutes Essen zubereiten. Essen, von dem alle aus der Familie Mwita satt werden und das sie gesund erhält. Dreimal können sich nun alle richtig satt essen. Grace und Isaya hatten von den Beratern gelernt, wie man die Arbeit auf dem Feld verbessern kann. Und sie hatten Setzlinge und Saatgut bekommen. Oft wächst nun auf ihren Feldern mehr als genug. Und dann gehen Grace und Isaya zum Markt und verkaufen das Gemüse, das sie nicht selbst essen. Mit dem Erlös kann die Familie sich selbst helfen, wenn jemand krank wird und Medikamente gebraucht werden. Oder sie können Nahrungsmittel kaufen, wenn zu wenig Regen gefallen und zu wenig gewachsen ist.

Wenn wir morgen im Musikalischen Abendgottesdienst in der Martin Luther Kirche in Lemförde wieder singen „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; es kommt der Herr der Herrlichkeit!“, dann stelle ich mir vor, dass Grace und Isaya Mwati und ihre Kinder mitsingen - natürlich in ihrer Sprache!  Denn mit ihnen und mit vielen Schwestern und Brüdern weltweit vertraue ich darauf: Gott steht auf der Seite der Schwachen und der Leute, die in großer Not leben. Gott richtet sein Reich auf - und seine Gerechtigkeit, dass alle Menschen satt werden an Leib und Seele. Dahin sind wir unterwegs. Darum beten wir „Gott, Dein Reich komme!“ und darum singen wir: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!“

Eckhart Schätzel, Pastor

Evang.-luth. Kirchengemeinde Lemförde

  

 

 

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