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Rielana Sundermeier
Rielana Sundermeier

Sternstunden

Wort zum Sonntag am 15.12.2019

Haben Sie schon alle Geschenke besorgt, alle Weihnachtsfeiern besucht und Weihnachtsmärkte abgeklappert? Steht die Weihnachtsplanung mit allen Besuchen und Essensvorbereitungen auch schon? Wir stecken mitten in der Adventszeit und vielerorts nehme ich gestresste Menschen wahr, die von einem Termin zum nächsten rennen. Ähnliches beschreiben Albrecht Gralle und Jochen Rieger in ihrem Lied „Sternstunden“: „Die Freude wird hektisch in Päckchen gepackt. Es gibt mehr Besuche und weniger Zeit.“ Das sind Worte, die mich nachdenklich stimmen - ist das der Sinn der Adventszeit? Sollen wir uns von dieser Hektik treiben lassen? Immer mehr wollen, aber eigentlich fehlt die Zeit dafür, eben mal schnell die Geschenke für meine Familie und Freunde einpacken. Wo bleibt da die Zeit der Ruhe und des Innehaltens? Das Lied geht weiter mit den Worten: „Es gibt auch die Güte, versteckt im Gewühl, Sternstunden sind das, mit echtem Gefühl. Es gibt auch Geschenke aus Liebe gemacht, erreichen die Herzen in heiliger Nacht. Mitten im Trubel, im lärmenden Fest erscheint Gottes Licht, das uns ruhig werden lässt. Mitten im Dunkeln, das Trübsal verspricht, erscheint Gottes Liebe als tröstendes Licht. Mitten im Leben, verborgen und klein, erscheint Gott und lädt uns zu seinem Fest ein.“ Das sind Worte, die mich bewegen. Mitten in alldem, was hektisch um mich herum scheint, ist es Gott, der mir Licht, Ruhe, Liebe und Trost schenken möchte. Es ist Gott, der mich herausholen möchte aus der stressigen Zeit und mir Zeiten der Ruhe und Besinnung schenkt. Darauf möchte ich mich konzentrieren und das bewusst wahrnehmen. Der dritte Advent steht unter dem Vers „Bahnt dem Herrn den Weg“. Gott ist auf dem Weg zu uns Menschen, jedes Jahr wieder erinnern wir uns daran und bereiten uns auf die Ankunft vor. Bahnt dem Herrn den Weg - nicht durch Geschenke besorgen, Weihnachtsmarktbesuche, Weihnachtsplanungen oder Weihnachtsfeiern. Für mich persönlich passiert dies vor allem im Herzen. Ich darf zur Ruhe kommen und mir bewusst machen, dass Gott für mich ganz persönlich in Gestalt eines Babys auf die Welt kommt. Dass ich die Liebe und den Trost, den Gott mir anbietet, annehmen darf und auch an andere weitergeben kann. So entstehen hier und dort kleine Sternstunden, die die Herzen erwärmen und Gottes Liebe und Frieden einen Platz in der Welt bekommen.

 

Rielana Sundermeier, Diakonin, Sulingen

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