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Die Sonne muss auch mal untergehen

Ev. Jugend hatte zum Filmgottedienst eingeladen

"Ich habe solch einen Gottesdienst noch nicht erlebt und die Gitarrenmusik war einfach Spitze. Auch die Botschaft "mit Gott ist alles möglich" und "egal was passiert, verliere nicht dein Vertrauen auf Gott" war sehr gut und wichtig und passt für alle Altersgruppen. Ich denke, jeder konnte etwas Positives mitnehmen", zog eine Besucherin impulsiv ihr Fazit. Eine ältere meinte dagegen enthusiastisch: "Ich habe das gar nicht gewusst, dass so etwas hier stattfindet, aber ich fand es klasse!"

Begeisterte Stimmen zum "Filmgottesdienst", den die Evangelische Jugend am Sonntagabend unter dem Motto: „Warte nicht nur auf Wunder und Zeichen - sei selbst das Wunder" zum ersten Mal in der Martin Luther Kirche in Lemförde gestaltete.
"Wir wollten mit unserem Gottesdienst diejenigen ansprechen, die sich einen modernen wünschen und sich von der traditionellen Form nur wenig ansprechen lassen", erläutert Kreisjugendwart Ingo Jaeger. Das war dann auch mehr als gelungen, denn im gut gefüllten Gotteshaus saßen Gemeindeglieder von Jung bis Alt.
Für mitgehende Musik sorgten etwa 30 Gitarrenspieler/innen der Gruppe „Viel-Saitig“ mit modernen, teilweise sogar englischen Liedern; das Vor- und Nachspiel übernahm Eike Sorgatz am Klavier.

Kaum hatte Eike Sorgatz den letzten Ton verklingen lassen, wurde es im Kirchenschiff dunkel und auf einer großen Leinwand im Altarraum erschien der Kinospot der Evangelischen Jugend mit der Message: "Was hast du denn geglaubt?"
Anstatt des sonst gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnisses legten Ehrenamtliche Glaubenszeugnisse ab mit Fragen wie: "In welchen Momenten fühltest du dich Gott ganz nah?" Ganz nah fühle sie sich ihm, so eine Jugendliche, wenn sie beispielsweise schwierige Entscheidungen treffen müsse "und ich weiß, dass er hinter mir steht, auch wenn ich mich falsch entscheide." Oder: "Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wie oder wann du für Andere ein Wunder bist?", zielte diese Frage auf das Motto ab.

Mit Ausschnitten aus dem Film „Facing the giants“ - zu deutsch "Verputz den Riesen", ein amerikanischer Football-Film, verband man Sport und Glaube. Grant Taylor ist nicht gerade das, was man einen Erfolgstrainer nennt. Seit Jahren hat er mit seinem Team keine positive Bilanz erreicht. Und nun kommt alles noch schlimmer: Sein bester Spieler wechselt zu einer anderen Schule, eine Gruppe Väter will ihn absetzen lassen und auch privat gibt es einen Schicksalsschlag: Er und seine Frau erfahren, dass sie keine Kinder bekommen können. Doch Taylor gibt nicht auf, er beginnt zu kämpfen, wendet sich an Gott, gelobt, die Religion zur Grundlage seines Trainingsprogramms zu machen. Tatsächlich wendet sich schon bald manches zum Besseren...

"Es gibt in unserem Leben große und kleine Momente, wo es in uns schreit, wo die Frage auftaucht: Wo bist du? Warum ausgerechnet ich? Und wo verdammt ist dieser „liebevolle“ Gott, von dem in der Bibel die Rede ist?", sagte Diakon Ingo Jaeger in seiner Predigt zwischen den Sequenzen. Aber der Film sei ein guter Beweis dafür, dass die Sonne, als Bild für unser Lebensglück, auch mal untergehen müsse, "damit sie anschließend wieder aufgehen kann. Nur so weiß man letztendlich das Glück des Lebens zu schätzen", unterstrich Ingo Jaeger.
Zum Schluss luden die Jugendlichen zu einem Segen zum Mitmachen ein.

Am Sonntag, 14. März, 19 Uhr, findet der gleiche Filmgottesdienst in St. Michaelis in Diepholz statt. Jedoch unterstützen dort Ingo Jaeger andere Ehrenamtliche und anstatt der Gitarren spielt die Michaelis-Band.

Christa Bechtel

 

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