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Bei Gott geht es anders zu

7 Tage Konfirmanden-Ferien-Seminar

67 Jugendliche aus den Kirchengemeinden Brockum, Burlage und Lemförde erlebten eine bunte Programm-Vielfalt während des Konfirmanden-Ferien-Seminars (KFS) in der Jugendherberge in Zeven.

Jeder Tag wurde gerahmt durch eine Morgenandacht und durch einen biblisch ausgestalteten „Gute-Nacht-Treff“. 14 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gestalteten Planspiele, Gottesdienste, Sportturnier, Lagerfeuer und Hobbygruppen.

Bei herrlichem Sommerwetter gab es viele Begegnungen in unterschiedlichen Gruppen. Sieben Tage lang auf engem Raum miteinander leben und arbeiten, dazu brauchte es eine klare inhaltliche Struktur. In der Einheit zum Thema „Spielregeln einer Gruppe“ wurden die Jugendlichen daran erinnert, was Christen von Gott empfangen haben: Würde, Unversehrtheit und Segen. Die Jugendlichen brachten zum Ausdruck, was sie dazu beitragen können, damit es in der Gemeinschaft fair zugehen kann. Die Antworten waren sehr konkret: „Wir gehen nicht ohne Erlaubnis in ein fremdes Zimmer“, „Wir verbreiten keine Gerüchte über andere Leute“, „Wir lassen unsere Wut nicht an anderen aus“, „Wir geben aufeinander acht“, „Wir schauen nicht weg, wenn etwas Unrechtes geschieht, sondern wir sprechen die Täter direkt an!“

Im Zentrum des Seminars standen 7 Arbeitsgruppen, an denen die 67 Jugendlichen reihum teilnahmen und es wurde ihnen eine bunte Palette aus folgenden Themen geboten: "Auferstehung“, „Leben mit Behinderungen“, „die Erschaffung der Erde“, "Klagepsalmen", "soziale Gerechtigkeit", "Leben mit Aids" und "Bewahrung der Schöpfung".

Die Jugendlichen begriffen auf elementare Weise die Herausforderungen, die im Thema „soziale Gerechtigkeit“ enthalten sind. Denn sie setzten sich intensiv mit der jeweiligen Lebenssituation der Menschen auseinander, über die ganz unterschiedliche Rollenkarten informierten. Alle Gruppenteilnehmer starteten am gleichen Ausgangspunkt. Sie durften jeweils ein Spielfeld weiter vorrücken, wenn sie eine von zwanzig Fragen mit „ja“ beantworten konnten. „Magst du deine Freunde mit nach Hause bringen?“ Klar, dass die Antworten darauf ganz unterschiedlich ausfielen, wenn die Rollenkarte „Deine Mutter ist Lehrerin“ hieß und nicht „Deine Familie lebt von Hartz IV-Leistungen“. Oder der Jugendliche, der die Karte „Du hast eine Vorstrafe wegen Diebstahl“ zog, stellte fest , dass die Konkurrenten mit den Rollen „Deine Eltern haben einen Bauernhof“ oder „Du bist Schulsprecherin“ schon längst mehrere Spielfelder an ihm vorbei gezogen waren, nachdem sie alle gefragt worden waren: „Hast du einen Job, mit dem du dein Taschengeld aufbessern kannst?“ oder „Hast du einen Ausbildungsplatz?“ Der Gewinner des Spiels wurde nachdenklich. Er fragte sich „Mögen die anderen mich wirklich oder gefällt es ihnen nur, dass ich viel Geld habe?“ Und das Mädchen aus der Familie, die Hartz IV-Leistungen bezieht sagte klipp und klar; „Das ist keine schöne Rolle. Da weiß ich schon vorher, dass ich es nicht weit bringen kann“. Am Ende der Arbeitsgruppe stand die Beschäftigung mit dem Gleichnis Jesu von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20, 1-16). Eine Konfirmandin brachte es auf den Punkt „Bei Gott geht es anders zu als sonst in der Welt. Jede und jeder bekommt das, das sie oder er zum Leben braucht. Vor Gott sind alle gleich. Alle bekommen, was sie brauchen!“. Am Schluss der Einheit verabschiedeten sich die Jugendlichen voneinander mit den Worten: „Ich wünsche dir ein gutes Leben - und mir auch!“

Text: Eckhart Schätzel
Foto: Anke Lübker

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