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Die Schöpfung - oder das Geheimnis der Apfelbonbons

Musical am 26. Februar 2011

230 begeisterte Besucher erlebten das Musical „Die Schöpfung - oder das Geheimnis der Apfelbonbons“: 
Es waren vor allen Dingen die Konfirmandengruppen der Dümmerregion, aus Rehden, Barver, Wagenfeld und Diepholz, die von ihren Hauptamtlichen begleitet wurden und recht aufgekratzt auf die Vorstellung des Musicals warteten.

Gut 30 Mitwirkende der Arbeitsgemeinschaft Musik und Kultur (AG MuK) von der Evangelischen Jugend Osnabrück hatten am Samstag von 10 Uhr an die St. Nicolai-Kirche umgestaltet. Der Altarraum wurde zur Bühne für ein neues Paradies. Die Band, die Sänger, ihre Regisseurin und alle Techniker waren ihre Schöpfer. Das Ensemble MuK inszeniert und musiziert seit 1994 seine selbst komponierten und getexteten Stücke. Es trat schon beim Landesjugendcamp in Verden, auf dem Kirchentag Hamburg und beim Katholikentag in Osnabrück auf. Nicht zu zählen sind die vielen Gastspiele in den Kirchengemeinden des Sprengels. In Diepholz kennt man sie auch schon, wie letztes Jahr beim Jesus House in St. Michaelis, und darum konnten Diakonin Frauke Laging und Kirchenkreisjugendwart Ingo Jaeger sie ohne Risiko wieder engagieren.

Der Erfolg stellte sich dann auch mit steigender Tendenz von Szene zu Szene ein. Die nicht wenigen Erwachsenen und die Jugendlichen mussten sich einer ganz neuen Version der Schöpfungsgeschichte und des Sündenfalls aus dem 1. Buch Mose im Alten Testament öffnen. In die Rolle des Vaters als Schöpfer hatten sie einen experimentierfreudigen Professor mit der sprechenden Schlange Susi um den Hals gesteckt. Sonne, Mond und Sterne, Fauna und Flora und schließlich auch Adam und Eva tauchten aus der Finsternis auf. Mehr als 20 Scheinwerfer schufen das Licht. Alles war ganz neu und musste mit Sinn und Verstand umgesetzt werden. Adam und Eva waren wie Leute von heute, um sie herum agierten Tiere aus dem Paradies und würzten als affiger Gorilla, als ängstliches Häschen, schillernde Krähe und rosiges Schweinchen die Auftritte. Allerdings in neuem „Outfit“ und den Leuten von heute in Sprache und Benehmen ganz nahe.

Als der Professor dann einmal in Urlaub fährt, versuchen sich Adam und Eva in seinem Labor und katapultieren sich in die heutige Zeit. Das verbotene Naschen von grünen Apfelbonbons öffnet ihnen schlagartig die Augen. Ab sofort sind sie aus der heilen Welt, dem Garten Eden, in eine raue Gegenwart gefallen, die zwar spannend ist und sie sichtlich aus dem doch etwas langweiligen paradiesischem Leben erlöst, sie aber in bis dahin unbekannte Probleme stürzt. „Die Bonbons der Erkenntnis“, im Bibeltext ist es eine verbotene Frucht, die frei als Apfel bezeichnet wird, und ihnen die Augen für allerlei Unbillen öffnet. Die Erkenntnis schenkt ihnen Freiheit, doch auch Arbeit und Verantwortung, jetzt für sich selbst einstehen zu müssen. In dieser Situation erreicht sie Gottes Zusage, dass er an ihrer Seite bleiben will. Der dazu passende Song mit der Aussage: „Liebe und Vergebung sind die Hoffnung dieser Welt, das ist, was wirklich zählt....“ wird zum Hit des Abends und muss auf Zuruf des Publikums mehrfach wiederholt werden. Die Stimmung in St. Nicolai war einmalig, zumal die Band nach dem Musical noch weiter musizierte.

Die Jugendlichen erlebten junge Leute, die als Musiker, Sängerinnen und Sänger professionell agierten, sich aber nicht als Stars produzierten und somit authentisch ihre Aussagen rüberbrachten. Junge Leute sind da sehr sensibel. So schrieb Anne Aumann aus Sankt Hülfe-Heede anderntags ins Facebook der AG MuK: „Geil, euer Musical, nehmt ihr noch Interessierte auf? Macht weiter so!“

Helge Bredemeyer

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