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Kindeswohlgefähdung - Was kann ich tun?

Ein Thema des Jugendkonventes

„Wie können wir als Mitarbeitende oder Verantwortliche von Gruppen und Freizeiten reagieren, wenn wir den Verdacht haben, dass das Wohl eines Kindes gefährdet ist?“

Konkret: 
-  Was tue ich, wenn ich vermute oder weiß, dass ein Kind zuhause geschlagen oder seelisch unter Druck gesetzt wird?
-  Wie spreche ich mit einem Kind, das blaue Flecke hat, aber nicht erzählen möchte woher?
-  Wie kann ich Misshandlungs- und Vernachlässigungsrisiken einschätzen?
-  Welche Handlungsmöglichkeiten und Anlaufstellen gibt es?
-  Ab wann ist es meine Pflicht, zu handeln?

Hintergrund ist der § 8a SGB (Sozialgesetzbuch), nachdem das Erkennen und Verhindern von Kindeswohlgefährdung auch Aufgabe / Schutzauftrag der (kirchlichen) Kinder- und Jugendarbeit ist.

Deshalb veranstaltete der Ev. Kreisjugenddienst erstmalig am 19. Juni 2008 und seitdem regelmäßig einen Seminar- und Infoabend:

Klare Worte zum Wohle des Kindes

Der Seminarabend

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft! Daher steht ihr Wohl an erster Stelle. Dieser Meinung ist auch der Kreisjugendkonvent im Kirchenkreis Diepholz und lud deshalb kürzlich unter dem Thema „Kindeswohlgefährdung: Was kann ich tun?“ zu einem Seminar- und Infoabend ins Rehdener Gemeinde­haus ein. Fachliche Unterstützung bekam er dabei von Karin Meier aus dem Landesjugendpfarramt Hannover.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Konvents-Vorsitzende Tanja Klejdzinski wurde das Thema durch Definition und gesetzliche Grundlagen eingeleitet. Anschließend wurde im ersten Teil der Präsentation von Karin Meier das Erleben und Empfinden eines Kindes von andauernder bzw. wiederholter Unterlassung fürsorglichen Handelns (Vernachlässigung) deutlich gemacht. Unter den Teilnehmenden (Kindergottesdienst- und Freizeitmitarbeiter, Diakone, Pastoren sowie Mitglieder des Kinderschutzbundes des Landkreises Diepholz) fand ein reger Austausch über eigene Erfahrungen mir dieser Thematik statt. Der zweite Teil des Abends konzentrierte sich auf die Erkennungszeichen bei Kindeswohlgefährdung mit entsprechenden Handlungsmöglichkeiten.

Aufgrund der durchweg positiven Resonanz des Abends ist die Überlegung des Konvents-Vorstands gemeinsam mit Kreisjugendwart Ingo Jaeger für den Kirchenkreis Diepholz eine Empfehlung zu erarbeiten, die die „Grauzonen“ des § 8a SGB VIII genauer definiert, um den gesetzlichen Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung besser in die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit einbeziehen zu können.

Tanja Klejdzinski, Vorsitzende

Umsetzung des Schutzauftrages

im Kirchenkreis Diepholz

Wir halten uns an die landeskirchlichen Vorgaben, die uns durch das Aktenstück 29 unserer Landessynode gegeben sind:

  • 3-stufiges Verfahren: Erkennen von Anhaltspunkten - Bewertung des Gefährdungsrisikos - Handeln zur Abwendung der Gefahr
  • Benennung von "insofern erfahrenen Fachkräften"
  • Fortbildungen für Haupt- und Ehrenamtliche und Aufnahme der Thematik in die JuLeiCa-Kurse 
  • Entwicklung eines kirchenkreiseigenen Handlungsablaufes
  • Führungszeugnisse von hauptamtlich Mitarbeitenden
  • Selbsverpflichtungserklärung bei Ehrenamtlichen (siehe unten)
Hier unsere Verhaltensregeln (Selbstverpflichtungserklärung):
§ 8a - Selbstverpflichtung EA
Aktuelles:

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