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Aufgabenbeschreibung

für die Arbeit des Ev. Kreisjugenddienstes Diepholz

Der KKJD (Kirchenkreisjugenddienst) nimmt als Einrichtung des Kirchenkreises und in seinem Auftrag die Belange der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wahr. (KKO § 4)

Folgende Arbeitsfelder werden vom KKJD mit 1,5 Stellen als „Gesamtpaket“ abgedeckt.
Eine Gewichtung / Prioritätensetzung der hier aufgelisteten Arbeitsfelder in wichtig und weniger wichtig wird nicht vorgenommen. Alle Arbeitsfelder gehören in ihrer Gesamtheit zur Arbeit des KKJD.

1.  Geschäftsstelle der Ev. Jugend im Kirchenkreis
(Geschäftsführung, Öffentlichkeitsarbeit, Gremienarbeit)

2.  Jugendpolitisches Engagement / Jugendverbandsarbeit
(Kirchenkreisjugendkonvent, Sprengeljugendkonvent, Landkreisebene)

3.  Gewinnung und Schulung von ehrenamtlich Mitarbeitenden
(Juleica-Ausbildung, Fortbildungen, Konfi-Teamer-Schulung)

4.  Durchführung von übergemeindlichen Maßnahmen
(übergemeindliche Freizeiten, übergemeindliche Veranstaltungen)

5.  Betreuung und Unterstützung vor Ort
(Beratung und Begleitung, Konfirmandenarbeit, Gottesdienste, Projekte)

Um diesen Arbeitsfeldern gerecht zu werden, sind im aktuellen Stellenplan für die Arbeit des KKJD 1,5 unbefristete Diakonenstellen ausgewiesen. 

Der Kirchenkreisjugendwart (1,0 mit Diakon Ingo Jaeger) übernimmt mit zwei Drittel seines Dienstauftrages die Geschäftführung der Ev. Jugend im Kirchenkreis Diepholz einschließlich der Jugendverbandsarbeit und der Schulung ehrenamtlicher Mitarbeitender (Punkt 1 bis 3).
Hinzu kommt nach Absprache mit der Diakonin im Kreisjugenddienst die Durchführung übergemeindlicher Maßnahmen (Punkt 4) sowie die Betreuung und Unterstützung vor Ort (Punkt 5). Der KKJW ist berechtigt und verpflichtet, Aufgaben zu delegieren.
Mit einem Drittel der Arbeitszeit ist der KKJW über den Stellenplan an die Kirchengemeinde Lemförde gebunden.

Die Diakonin im Kreisjugenddienst (0,5 mit Diakonin Rielana Sundermeier) ist für die regionale Unterstützung der Kirchengemeinden Schmalförden, Neuenkirchen, Schwaförden, Mellinghausen, Freistatt, Varrel und Kirchdorf im Sulinger Land verantwortlich. Dies geschieht durch die Durchführung übergemeindlicher Maßnahmen (Punkt 4) und die Betreuung und Unterstützung vor Ort (Punkt 5).

 

1.  Geschäftsstelle der Ev. Jugend im Kirchenkreis

Der KKJD ist die Geschäftsstelle der Ev. Jugend im Kirchenkreis Diepholz. Die Geschäftsführung obliegt dem KKJW (Kirchenkreisjugendwart).

1.1.  Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung gehört die Finanzplanung und Haushaltsführung des KKJD, das Beantragen von kirchlichen und kommunalen Zuschüssen (Jugendförderungsgesetz) und die Materialverwaltung (Ausleihe, Weitergabe, Verkauf). Der KKJD ist somit eine Servicestelle, die Arbeitshilfen, Materialien und Geräte zentral zur Verfügung stellt und Informationen weiter gibt.

Ebenso gehört zur Geschäftsführung die Einberufung von Dienstbesprechungen und Arbeitsgruppen (z.B. Diakonenkonferenz), die einen gegenseitigen geregelten Informationsfluss gewährleisten.

Vorausgesetzt, dass der Kirchenkreis weiterhin Gelder für Freizeitmaßnahmen des KKJD und der Kirchengemeinden zur Verfügung stellt (12.000 €), liegt die Kalkulation und Abrechnung der Freizeitmittel etc. ebenfalls in den Händen der Geschäftsführung.

1.2.  Öffentlichkeitsarbeit

Zur Öffentlichkeitsarbeit gehört das Erstellen eines Jahresprogramms, eines regelmäßigen Informationsblattes für ehrenamtlich Mitarbeitende, die Pressearbeit und die Repräsentanz bei Veranstaltungen (z.B. kirchliche Empfänge).

Ausgehend von dem Medium Internet und der Lebenswelt von Jugendlichen gehört auch die Internetpräsenz zu diesem Aufgabengebiet.

1.3.  Gremienarbeit

Die Hauptamtlichen im KKJD nehmen teil an den Kirchenkreis- und Regionalkonferenzen. An der Konferenz der KKJD im Sprengel Osnabrück und an der Landesfachkonferenz der KKJD, zu der das Landesjugendpfarramt einlädt, nimmt für den Kirchenkreis Diepholz der KKJW teil.

Ferner ist der KKJW als Vertreter der evangelischen Jugendarbeit in den KKT berufen und ist dort (ehrenamtlich) Beisitzer im KKT-Vorstand und Vorsitzender des Ausschusses für Kinder-, Jugend- und Bildungsarbeit. Diese Vertretung in kirchlichen Gremien ist wichtiger Bestandteil, um für die Belange der Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis einzutreten.

 

2.  Jugendpolitisches Engagement / Jugendverbandsarbeit

Ev. Jugend ist im Sinne des KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz) ein staatlich anerkannter Jugendverband und damit freier Träger der Jugendarbeit mit entsprechenden Rechten, aber auch Pflichten. Deshalb muss in der Ev. Jugend ein Mindestmaß an jugendpolitischer Aktivität und Beteiligung sichergestellt sein.

Die jugendpolitischen Aufgaben vollziehen sich in zwei miteinander verknüpften Bereichen: die Arbeit mit und im KKJK (Kirchenkreis-Jugendkonvent) und die Interessensvertretung der Ev. Jugend nach außen. Durch die Wahrnehmung dieses Aufgabenfeldes werden auch finanzielle Förderungen gesichert und notwendige Rahmenbedingungen für gelingende Jugendarbeit hergestellt.

Im Sinne einer Beteiligungsstruktur werden Handlungsräume geschaffen, die ehrenamtliche Verantwortung ermöglichen. Dabei gilt sicherzustellen, dass Ehrenamtliche in diesen Bereichen qualifiziert geschult und begleitet werden, damit sie Mandate und Delegationen wahrnehmen können. Durch dieses Arbeitsfeld wird das Ehrenamt gestärkt und gefördert.

2.1.  Kirchenkreis-Jugendkonvent

Der KKJD lädt gemäß der Ordnung für die Ev. Jugend in der Landeskirche Hannovers Delegierte aus jeder Kirchengemeinde zu einem Kirchenkreis-Jugendkonvent (KKJK) ein. Hinzu kommen die Delegierten der Verbände eigener Prägung.

Dieser KKJK legt die Zielsetzung der Jugendarbeit im Kirchenkreis fest, koordiniert die Planung und Durchführung gemeinsamer Vorhaben, berät über die Verteilung der Mittel für die Jugendarbeit, regt Mitarbeiterschulungen an, begleitet die Arbeit des KKJD, wählt Delegierte in den Sprengeljugendkonvent, in den kommunalen Kreisjugendring u.v.m. Außerdem soll der Konvent das „Wir-Gefühl“ entwickeln und stärken. Der KKJK ist damit das entscheidende Gremium für die Kooperation und Vernetzung von Jugendarbeit im Kirchenkreis.

Der KKJK wird geleitet und vorbereitet von einem Vorstand, der aus drei ehrenamtlichen Mitgliedern des Konventes und dem KKJW besteht.
Der KKJD hat die Vorstandsarbeit zu unterstützten, nimmt die Geschäftsführung des Konventes wahr und begleitet die Ausschuss- und Projektarbeit.

Einmal im Jahr führt der KKJK die frisch ausgebildeten Gruppenleitergrundkurs-Teilnehmenden in einem feierlichen Gottesdienst ein und ehrt langjährige Mitarbeitende mit der silbernen Anstecknadel der Ev. Jugend. Auch hier ist der KKJD an der Organisation, Planung und Umsetzung beteiligt.

2.2.  Sprengeljugendkonvent

Der KKJD begleitet die Sprengeldelegierten des KKJK zu den Sitzungen des Sprengeljugendkonventes. Dies ist erforderlich, um neuen Delegierten Orientierungshilfe zu geben und Kontinuität in der Beziehung zur Ev. Jugend im Sprengel Osnabrück zu gewährleisten. Hinzu kommt der räumliche Aspekt, dass viele der delegierten Ehrenamtlichen ohne Mitfahrgelegenheit nicht zu den Sitzungsorten gelangen.

Laut Beschluss des KKV vom 11.12.2006 nimmt der KKJW seit dem 1. Januar 2007  für den Sprengel Osnabrück die Geschäftsführung des Sprengeljugenddienstes wahr. Zu den übertragenen Aufgaben gehört die Vorbereitung und Durchführung eines Sprengeljugendwochenendes, die Vertretung im Leitungskreis Landesjugendcamp und die Mitgliedschaft in der Sprengel-AG des Landesjugendpfarramtes.

2.3.  Landkreisebene

Als anerkannter Jugendverband ist die Ev. Jugend des Kirchenkreises Diepholz Mitglied im Kreisjugendring. Die Delegation wird von ehrenamtlicher (Delegierte des KKJK) wie hauptamtlicher Seite (KKJW) wahrgenommen.

Ebenfalls sind die beiden Kirchenkreise im Landkreis Diepholz mit einem Sitz beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss. Diese Aufgabe nehmen die beiden Kirchenkreise in der Regel abwechselnd wahr und vertreten sich gegenseitig. In der jetzigen Legislaturperiode wird die Mitgliedschaft vom KKJD Diepholz wahrgenommen.

Darüber hinaus ist der KKJW aufgrund seiner regionalen Anbindung beratendes Mitglied im Jugendausschuss der Samtgemeinde Lemförde.

Durch die Beteiligung an der Jugendringarbeit und durch Präsenz in den Jugendhilfeausschüssen nimmt evangelische Jugendarbeit als Teil der Kirche ein Stück gesamtgesellschaftliche Verantwortung wahr.

 

3.  Gewinnung und Schulung von ehrenamtlich Mitarbeitenden

Kinder- und Jugendarbeit lebt nach wie vor wesentlich von der Arbeit ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie zu gewinnen und auszubilden, ist ein eigenständiges Ziel von Jugendarbeit, indem junge Menschen darauf vorbereitet und dafür qualifiziert werden, in der Kirche und in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.

Der KKJD ist daher für die Aus- und Fortbildung von ehrenamtlich Mitarbeitenden zuständig. Es werden pädagogische und rechtliche Grundlagen zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen vermittelt, so dass sie selbständig und verantwortlich Kinder- und Jugendgruppen leiten und Freizeiten begleiten können. Die Fortbildungen und Seminare dienen aber nicht zuletzt auch der Bewusstseins- und Persönlichkeitsentwicklung.
Ein wichtiger Schwerpunkt der Schulungen sind „fachspezifische“ Themen wie beispielsweise die Gestaltung von Andachten, das Erzählen von biblischen Geschichten, das Kennenlernen von Struktur und Profil evangelischer Jugendarbeit. Aber auch Themen wie Kindeswohlgefährdung und sexualisierte Gewalt werden behandelt.

3.1.  Juleica-Ausbildung

Zur Ausbildung gehört ein in den Osterferien stattfindender Gruppenleiter-Grundkurs (50 Stunden Unterricht), der sich an alle Interessierten ab 15 Jahren wendet. Die Anzahl der teilnehmenden Jugendlichen sollte aus gruppenpädagogischen Gründen die Höchstzahl von 30 Personen nicht übersteigen.

Geleitet wird der Kurs vom KKJW und etwa 2 Ehrenamtlichen, die sich durch ihre Qualifikation von den Teilnehmenden abheben. An diesem Prinzip „Ehrenamtliche lernen von Ehrenamtlichen“ soll auf jeden Fall festgehalten werden, um älter werdende Mitarbeitende neue Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und die Selbstbestimmtheit in der Ev. Jugend sichtbar werden zu lassen.

Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses kann die „Juleica“, eine amtlichen Jugendleitercard, ausgestellt werden.
Der KKJD sorgt ggf. durch verschiedene Projekte nach dem Grundkurs für die Einsetzung der Ehrenamtlichen in den Gemeinden und auf Kirchenkreisebene.

Der KKJD steht im Bereich der Aus- und Fortbildungen in engem Kontakt mit der Kreisjugendpflege (Fachdienst Jugend) des Landkreises. Dies betrifft insbesondere die Juleica-Beantragung, -verlängerung und die Juleica-Vergünstigungen.
Zudem finden gemeinsame Treffen der Aus- und Fortbildungsträger im Landkreis Diepholz statt und der KKJD beteiligt sich beim Juleica-Dankeschön-Fest.

3.2.  Fortbildungen

Bei den Fortbildungen werden die verschiedenen Bereiche der Kinder-, Konfirmanden- und Jugendarbeit berücksichtigt, sowohl in Gruppenstunden, bei Projekten, wie auch auf Freizeiten.
Unter dem Bereich der Kinderarbeit fällt in diesem Kontext auch die Arbeit des Kindergottesdienstes. Hierzu ist ein enger Kontakt zwischen KKJD und der Kirchenkreis-Beauftragten für Kindergottesdienstarbeit unerlässlich.

Die Fortbildungen sollen in erster Linie Tagesveranstaltungen sein, die für den gesamten Kirchenkreis angeboten und in den verschiedenen Regionen durchgeführt werden.
Die konkrete Planung / Themenfindung geschieht in Zusammenarbeit mit dem Vorstand des KKJK. Der Vorstand kann diese Aufgabe jedoch auch an andere Delegierte aus dem KKJK übertragen, so dass ein „Schulungsteam“ entsteht.
Für die Finanzplanung des Kirchenkreises gilt zu berücksichtigen, dass es bereichernd wäre, zu bestimmten Fortbildungsthemen Fachreferenten einladen zu können.

3.3.  Konfi-Teamer-Schulung

Ein dritter Punkt innerhalb der Gewinnung von Mitarbeitenden ist ein Schulungsprogramm speziell für „Newcomer“. Es werden Jugendliche nach ihrer Konfirmation eingeladen, als Konfi-Teamer einzusteigen - sei es im regelmäßigen Unterricht, aber auch bei Projekten oder auf Freizeiten.

Hierfür wird ein Schulungswochenende (Schnupper-Seminar) angeboten. Inhaltliche Schwerpunkte bilden: Meine Rolle als Konfi-Teamer, Moderation von Kleingruppen, Andachtsgestaltung, Methodenkarussel.
Diese Schulung ersetzt jedoch nicht den Juleica-Kurs, der zeitlich viel umfangreicher ist und bei dem der Schwerpunkt auf Gruppenpädagogik, Rechtslehre, Konflikttraining und Spielpädagogik liegt.

Zur Konfi-Teamer-Ausbildung gehört auch eine Praxisphase. Diese findet in der eigenen Gemeinde statt. Die Teamer/innen probieren sich aktiv aus und bekommen in einem anschließenden Reflexionsgespräch ein Feedback.

Mit diesem Schulungsangebot soll die vorhandene Arbeit mit Konfi-Teamern in den Kirchengemeinden unterstützt werden, neue Impulse für die Arbeit vor Ort angeboten sowie ein Qualitätsstandard für den Kirchenkreis gesetzt werden.

Der KKJD arbeitet an dieser Stelle mit dem Kirchenkreis-Beauftragten für Konfirmandenarbeit zusammen.

 

4.  Durchführung von übergemeindlichen Maßnahmen

Bei allen Freizeiten, Veranstaltungen und Projekten werden ehrenamtliche Jugendliche und junge Erwachsene bei der Vorbereitung und Durchführung beteiligt.

4.1.  Übergemeindliche Freizeiten

Der KKJD hat ein Angebot für alle Altersgruppen ab dem Schuleintritt vorzuhalten. Dies wird erreicht durch die Durchführung mindestens einer Kinderfreizeit (7 bis 13 Jahre) und einer Jugendfreizeit (ab 14 Jahre).

Hinzu kommt das Landesjugendcamp der Ev. Jugend, das alle zwei Jahre an einem Wochenende in Verden stattfindet.

Für den Kirchentag, der ebenfalls alle zwei Jahre stattfindet, wird selbstverständlich geworben, liegt aber von der Organisation her in der Hand des Kirchenkreis-Beauftragten für Kirchentagsangelegenheiten.

Die Freizeitmaßnahmen können in Kooperation mit einer Kirchengemeinde veranstaltet werden, jedoch soll das ehrenamtliche Mitarbeiterteam aus verschiedenen Kirchengemeinden stammen.

Zur intensiven Planung der o.g. Kinderfreizeit ist ein Vorbereitungswochenende für das Mitarbeiterteam erforderlich.

In Einzelfällen kann die Leitung einer Freizeit auch an qualifizierte Ehrenamtliche übertragen werden. Die organisatorische Abwicklung (Kalkulation, Ausschreibung, Anmeldeverfahren, Abrechung) läuft aus fachlichen Gründen über den KKJD.

Neben den eigenen Freizeiten des KKJD, sollen die Freizeiten der Kirchengemeinden gefördert werden. Dies geschieht durch die Unterstützung in der Werbung (Aufnahme in das Jahresprogramm) und in der Planung (Finanzierung, Mitarbeiterschulung u.s.w.).

Auch Kinder und Jugendliche, die vorher keinen Kontakt zur kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit hatten, sollen durch eine breite Werbung an den Freizeiten teilnehmen. Außerdem hat der KKJD besonders die Gemeinden im Blick, die nicht durch eigene Angebote versorgt sind.

Dem Kirchenkreis wird empfohlen, auch weiterhin Gelder für Freizeitmaßnahmen des KKJD und der Kirchengemeinden zur Verfügung zu stellen (12.000 €), damit die Teilnahmekosten in einem überwiegend erschwinglichen Rahmen gehalten werden können.

Auf dem Hintergrund finanzieller Schwierigkeiten mancher Familien, berät der KKJD einkommensschwache Familien bei der Beantragung von individuellen Zuschüssen beim Landkreis und anderer in Frage kommenden Stellen (z.B. Jobcenter).

Der KKJD achtet darauf, in einem für Teilnehmende und Mitarbeiterteam angemessen Verhältnis, Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen mitzunehmen. Dazu steht der KKJD in Kontakt mit dem Jugendamt (Fachdienst Jugend) des Landkreises. Ferner bestehen in diesem Bereich feste Absprachen mit dem Kinderheim Lemförde.

Ziel ist es, Erfahrungsräume für soziales Lernen, Angenommensein und andere Aspekte der Persönlichkeitsbildung mit christlichem Profil anzubieten. Auch Andachten und vergleichbare Aktivitäten gehören zu den Inhalten der Freizeiten.
Bei der Durchführung von Freizeitmaßnahmen orientiert sich der KKJD an den Qualitätsstandards der Ev. Jugend.

4.2.  Übergemeindliche Veranstaltungen

Gemeinsame Veranstaltungen mit Ehren- und Hauptamtlichen aus den Gemeinden dient der Vernetzung und hat das Ziel, Kirche als gemeindeübergreifend zu erleben und zu leben.

Aktionen wie Konfirmandentage, Abenteuerspiele, Musik- und Theater-Veranstaltungen, Turniere etc. können zu diesem Aufgabenfeld zählen und sollen mit dem KKJK abgestimmt werden.

Insbesondere Konfirmandentage in den Regionen führen die Jugendlichen aus unterschiedlichen Gemeinden zusammen. Sie erleben Kirche in einem weiteren Horizont als dem der Ortsgemeinde und sich als ein Teil dieses großen Ganzen. Dabei werden Jugendliche aller Schulformen zusammengeführt. Ziel ist es, bei den Konfirmanden eine Tradition übergemeindlicher evangelischer Jugendarbeit zu gründen.

Zur Zeit überlegt der KKJK-Vorstand gemeinsam mit dem KKJD im Rahmen der Gruppenleiterausbildung (siehe Punkt 3.1.) jährlich stattfindende biblische Abenteuerspiele einzuführen. Die frisch ausgebildeten Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter entwickeln zu einer Erzählung aus der Bibel ein Planspiel, das dann ggf. mit anderen Ehrenamtlichen in verschiedenen Regionen des Kirchenkreises durchgeführt wird.

Außerdem kann zu diesem Aufgabengebiet (in Zusammenarbeit mit der Kirchenkreis-Beauftragten für Kindergottesdienstarbeit) ein Kinderkirchentag veranstaltet werden.

 

5.  Betreuung und Unterstützung vor Ort

5.1.  Beratung und Begleitung

Der KKJD berät Ehren- und Hauptamtliche sowie Kirchenvorstände in Fragen der Kinder- und Jugendarbeit. Darüber hinaus vermittelt er bei Konflikten zwischen Ehren- und Hauptamtlichen bzw. Kirchenvorständen.

Zur Kontaktpflege zu den Ehrenamtlichen gehört auch das Gesprächsangebot zu persönlichen, familiären, schulischen und anderen Themen im Sinne einer seelsorgerlichen Begleitung von Jugendlichen.

Die Unterstützung von Kinder- und Jugendgruppen erfolgt nach Bedarf. Im Einzelfall werden Aufbau- und / oder Umbruchsprozesse über einen längeren Zeitraum begleitet.

Eine Begleitung von bestehenden Gemeindejugendkonventen wird angeboten. Zur Zeit besteht lediglich in der Kirchengemeinde Lemförde ein Gemeindejugendkonvent. In diesem ist auch die Jugendarbeit des EC-Verbandes („Entschieden für Christus“) als ein Verband eigener Prägung vertreten, um den Kontakt untereinander zu fördern.

Im Rahmen des Jahresgespräches zwischen KKJW und Superintendenten ist die Überlegung entstanden, den KKJW bei den Gemeindevisitationen im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz zu beteiligen. Der KKT-Ausschuss für Kinder-, Jugend- und Bildungsarbeit soll diese Idee weiterverfolgen und auf ihre sinnvolle Umsetzung hin überprüfen.

5.2.  Konfirmandenarbeit

Konfirmandenarbeit geschieht durch den KKJD exemplarisch in den Gemeinden, um Beziehungen zu knüpfen.

Dies betrifft die Beteiligung am Konfirmandenunterricht (ggf. einschl. der Elternarbeit), an Konfirmandenfreizeiten, an Tagesaktivitäten und an Gottesdiensten für Konfirmanden.
Die Freizeiten und Aktionen sollen dabei möglichst mit mehreren Gemeinden gemeinsam stattfinden, um eine regionale Verknüpfung zu fördern.

Durch die Beteiligung an der Konfirmandenarbeit soll eine Verknüpfung von Konfirmanden- und Jugendarbeit geschehen. Denn Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit. In der Konfirmandenarbeit sollen darum Kontaktmöglichkeiten auf der Schnittstelle zur Jugendarbeit geschaffen werden.

Ziel ist die Einbindung in kreisweite Aktivitäten und lokale Jugendgruppen, um somit den Übergang von Konfirmation zur Jugendarbeit gestaltend anzubieten. Damit wird nicht zuletzt die einzigartige Chance genutzt, Jugendliche weiterhin für den Glauben zu interessieren.

5.3.  Jugendgottesdienste

Jugendgottesdienste und Gottesdienste in besonderer Form (z.B. Jugendkreuzweg, landeskirchlicher Jugendsonntag) ermöglichen in der Vorbereitung und Durchführung Jugendlichen, ihren Glauben zu leben und in der Kirche eine Heimat zu finden. Hierzu wird die Kooperation mit einzelnen Kirchengemeinden gesucht, indem gemeinsam mit Jugendlichen vor Ort solche Gottesdienste geplant werden. Der KKJD trägt damit auch zum gottesdienstlichen Leben in den Gemeinden bei.

Zu diesem Arbeitsfeld zählen auch Schulgottesdienste zu kirchlichen Anlässen wie Reformationstag, Buß- und Bettag oder anderen Gelegenheiten.

5.4.  Projekte

Projekte sind als Ergänzung und Alternative zu festen Kinder- und Jugendgruppen ein wichtiges Standbein evangelischer Jugendarbeit.

Der KKJD initiiert und / oder unterstützt Projekte dieser Art in den Gemeinden und Regionen. Als Beispiele sollen genannt sein: Jugendabende, Beteiligung an Ferienprogrammen der politischen Gemeinden, Kinderbibeltage, Gemeindefeste, Theatergruppe sowie musikalische Projekte.

In einem begrenzten Rahmen sind hier auch Projekte der schulnahen Jugendarbeit zu nennen, wie beispielsweise Projektwochen, (geschlechtsspezifische) Aktionstage und kirchenpädagogische Angebote. Aufgrund der Vielzahl von Schulen im Kirchenkreis kann dies allerdings vom KKJD nur punktuell stattfinden.
Zur Zeit existiert zum Beispiel ein Kooperationsvertrag zwischen der Ev.-luth. Kirchengemeinde Lemförde und der Oberschule Lemförde. Darin geht es um die Durchführung eines Nachmittagsangebotes (Kompetenztraining), mit dem der KKJW im Rahmen seiner Gemeindeanbindung beauftragt ist.

 

 

Aktuelles:

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