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Weißrussische Besucher im Juli 2008

Vom 02.07. bis 09.07.2008 hielt sich auf Einladung des Kirchenkreises Grafschaft Diepholz eine weißrussische Besuchergruppe in der Region auf. Es handelte sich um fünf Lehrer und Lehrerinnen der Schule 14 in Gomel sowie einen Priester der russisch-orthodoxen Kirche. Die sechs Personen sind wichtige Kontaktleute für die jährlich stattfindende Ferienaktion für Tschernobylkinder. Für die Gruppe wurde ein vielseitiges Programm erarbeitet, wobei Schwerpunkte auf dem Kennenlernen des Kirchenkreises und der Schulpartnerschaft zwischen Schule 14 und der Grundschule Lemförde lagen.

In der Vergangenheit hatte die Grundschule Lemförde mehrmals Spendenaktionen für dringend in Weißrussland benötigte Lehrmaterialien durchgeführt. Auch diesmal gab es - eingebettet in ein gelungenes Musik- und Tanzprogramm der Kinder - einen Scheck für bedürftige Kinder in Weißrussland.

Auf dem Programm standen weiterhin Unterrichtshospitationen,

eine Betriebsbesichtigung bei der Firma Shera,

ein Besuch der Lemförder Orchideenzucht sowie eine Führung durch das Kinderheim Lemförde.

Besonders gerührt zeigten sich die weißrussischen Gäste auch vom Engagement deutscher Gastfamilien, die an der Ferienaktion für Tschernobylkinder teilgenommen hatten.

Ein Moment der Besinnung war der Besuch des kleinen Friedhofs für russische Kriegsgefangene in Quernheim. Beide Völker verbindet eine leidvolle Geschichte. Jeder vierte Weißrusse verlor im Zweiten Weltkrieg sein Leben. An den Namen auf dem Gedenkstein war zu erkennen, dass hier auch Landsleute von ihnen liegen. Nach einem Gebet und einem stillen Moment des Gedenkens wurden zum Gedenken an die Verstorbenen Kerzen entzündet.

Der Gedanke der Versöhnung spielte beim Besuch des Gottesdienstes, bei dem die Gruppe von Pastor Schätzel herzlich begrüßt wurde, eine wichtige Rolle. In seinem Grußwort, das Pater Artjom Kriwikij teilweise auf Deutsch hielt, gab er dem Wunsch seiner Kirchengemeinde Urizkoje nach Frieden und Versöhnung Ausdruck.

Beim Empfang durch den Superintendenten Herrn Priesmeier erhielt die Gruppe Informationen über den Kirchenkreis und über die verschiedenen Aufgabenfelder des Diakonischen Werkes. Bei dieser Gelegenheit konnten sich die Suchtberatung, der Jugendmigrationsdienst, die Soziale Schuldnerberatung und die Jugendberufshilfe vorstellen. Ein Besuch bei der Kirchlichen Lebensmittelausgabe (Diepholzer Platte plus) und dem Projekt „Kochen für Bedürftige“ (Diepholzer Platte) in der Diepholzer St. Michaelisgemeinde verdeutlichten noch einmal das kirchliche Engagement in verschiedenen sozialen Bereichen.

Weiterhin auf dem Programm stand der Besuch des Gymnasiums Diepholz, des Dümmermuseums, eine Stadtführung in Osnabrück sowie ein offizieller Empfang in der Samtgemeinde Lemförde durch den Gesamtgemeindedirektor, Herrn Ewald Spreen.

Den Abschluss des Besucherprogrammes bildete ein gemütliches Beisammensein mit Lehrern und Eltern der Lemförder Grundschule.

H.-J. Waschke

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