Druckversion

„Unsere Haltung ist ganz ähnlich: sozial, menschlich - christlich.“

Kirchenkreiskonferenz bei der Lebenshilfe in Sulingen zeigt viele Schnittstellen

 

„Was Kirche und Lebenshilfe verbindet, ist der Satz ,Wir sind da‘“:
Die Mitglieder der Kirchenkreiskonferenz beim Besuch der
Lebenshilfe in Sulingen.
Foto: Miriam Unger

SULINGEN. Einmal im Monat treffen sich die Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakone des Kirchenkreises Diepholz zu einem thematischen Vormittag, an dem sie mit Referenten und Experten, in Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden einen Inhalt bearbeiten. Dieses Mal steht das Thema „Inklusion“ auf dem Programm, und die Kirchenkreiskonferenz tagt ausnahmsweise mal nicht in einem kirchlichen Gebäude - denn die Lebenshilfe Grafschaft Diepholz hat die Teilnehmer  in ihre Einrichtung in Sulingen eingeladen.

Bei der Besichtigung bekommen die Gäste Einblicke in die vielen verschiedenen Angebote, die Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in der Lindenstraße 1a gemacht werden. Geschäftsführerin Annette Lüneburg stellt die Arbeit in den gemischten Krippengruppen und in der Kindertagesstätte vor, die sprachheil- und heilpädagogische Förderung für Kinder mit Einschränkungen, die Tagesbildungsstätte Paul-Moor-Schule, das Konzept der Förderklasse.

Den Vormittag gestalten mehrere Mitarbeiter der Lebenshilfe mit Vorträgen, Berichten und Erfahrungen aus der Praxis.

Anschließend geht es um Austausch und die Entwicklung von gemeinsamen Aktionsfeldern. Einige Schnittstellen im Kirchenkreis gibt es ja bereits. Projekte mit der Evangelischen Jugend und ein gut angenommenes Konfirmandenunterrichtsmodell empfinden sowohl Kirche als auch Lebenshilfe als Gewinn. „Diese regelmäßigen Angebote sind gute erste Schritte auf dem langen Weg zu einer gelingenden Inklusion hier vor Ort“, meint Karsten Bonke von der Paul-Moor-Schule. Auch Christiane Rießelmann, Bereichsleiterin für „Kinder und Familie“ sowie den heilpädagogischen Kindergarten der Lebenshilfe, betont die ähnlichen Interessen: „Die Lebenshilfe ist zwar eine überkonfessionelle Einrichtung, aber unsere Haltung ist ganz ähnlich: sozial, menschlich - also sehr christlich.“

Geschäftsführerin Annette Lüneburg gibt der Kirchenkreiskonferenz den Wunsch mit auf den Weg, einen Posten im Vorstand der Lebenshilfe mit einem Berater aus der Pastorenschaft in der Region zu besetzen.

„Für mich selbst kommt diese Frage leider wegen meines nahenden Ruhestands zu spät“, bedauert Superintendent Klaus Priesmeier. „Diese Arbeit ist wichtig. Mit einem professionellen Angebot einer Einrichtung ist es noch lange nicht getan - es braucht viele Bausteine, um Inklusion in die Gesellschaft zu tragen.

Es kann jedem passieren, dass der Lebensentwurf, den wir als normal und selbstverständlich voraussetzen, für uns oder ein Familienmitglied auf einmal nicht mehr stimmt. Die Betroffenen brauchen eine Art Schutzraum, aber auch Selbstbestimmung. Sie dürfen nicht Versuchskaninchen sein für irgendwelche politischen Modelle, sondern sie benötigen Unterstützung auf der Suche nach einem eigenen Weg, wie sie leben möchten.

Was Kirche und Lebenshilfe verbindet, ist der Satz: „Wir sind da.“ In unserer Haltung und unseren Angeboten sehe ich eine große Berührungsfläche und gute Chancen, ein Miteinander zu finden, in dem wir Schritte planen und wagen, um immer weiter auf den Weg der Inklusion in unserer Gesellschaft zu kommen. Anders geht’s nicht.“

Die Mitarbeiter von Kirche und Lebenshilfe verabschieden sich an diesem Tag, die Köpfe voller Ideen - und mit der Versicherung, in engem Kontakt zu bleiben.

 

Archiv:
1 | 2 | 3 | 4 | 5

„Das Leben ist wertvoll - in jeder Phase.“

Ein Interview mit Sylke Gück und Ilka Strehlow vom Hospizverein Barnstorf über Sterbehilfe und Erfahrungen am Lebensende

Von Miriam Unger „Das Thema Tod betrifft uns ja nun mal alle“ -darum engagieren sich Pastorin ...

(K)ein Thema für die Kleinen?

Evangelische Kindertagesstätten empfehlen Eltern bei Fragen über den Tod Offenheit und eine Auswahl von Kinderbüchern

      Spielend übers Sterben sprechen - das gelingt in Familien am leichtesten mit ...

Ein Buch mit 73.746 Worten auf Briefmarkengröße

Ausstellung im Technikmuseum Heede zeigt alte, moderne und „kuriose Bibeln“ / Spezielle Führungen für Schüler

DIEPHOLZ (miu). Wie viel Platz ist auf einer Briefmarke? Genug für ein aussagekräftiges Bild, werden ...

Begrüßungs-Cocktail an der „Saftbar“

„Tag der offenen Tür“ im Diakonischen Werk Diepholz am Freitag, 23. September

      Begrüßungscocktails gibt’s für die Gäste beim „Tag der offenen Tür“ am Freitag, ...

Ausbildung zur examinierten Altenpflegekraft in der Diakonie Sozialstation Barnstorf GmbH

  „Herzlich willkommen in der Diakonie Sozialstation Barnstorf!“ Pflegedienstleiterin Hiltrud Suing (Zweite von rechts) und ...
1 | 2 | 3 | 4 | 5
Was steht an, was passiert und was könnte Sie interessieren?

Diakonie - Jahresbericht 2015

Kirchenkreismagazin - Mai 2016

Kirchenkreismagazin - Oktober 2016

Woche der Diakonie

Flyer "Woche der Diakonie"
Aktuelles:

Sitemap | Impressum | DatenschutzKontakt | © 2012 Kirchenkreis Diepholz Kirchenkreis Grafschaft Diepholz | Lange Str. 28 | 49356 Diepholz

Seite empfehlen

Füllen Sie die Felder aus, und klicken Sie auf Senden, um diese Seite weiterzuempfehlen!

Code