Angedacht

21. März 2020
Diakon Manuel Ansperger; Foto: Jantje Ehlers

von Diakon Manuel Ansperger

„Vertraut mir! Ich mach das schon!“ – Jesus steigt mit seinen Jüngern in ein Boot, weitere Boote und unterschiedlichen Menschen sind dabei. Plötzlich wird es sehr stürmisch und das Wasser schwappt in die Boote. Und Jesus? Der schläft. Seine Jünger? Sie sind aufgeregt: „Was für ein Sturm! Das überleben wir niemals!“

Ich kenne auch solche Stürme - wenn nichts mehr ist wie es war - wenn alles durcheinandergewirbelt wird - wenn nichts mehr läuft – nicht nur zu Corona-Zeiten. Mein bester Freund ist plötzlich nicht mehr da; ich habe Streit mit meiner Familie oder mit Freunden; oder ich habe Probleme bei der Arbeit. Es passieren Dinge in unserem Leben, die ich nicht mehr in der Hand habe, bei denen ich plötzlich keinen Halt mehr habe und mich nur noch verkriechen möchte.

Jede und jeder kennt diese Situationen. Ein Glück ist da jemand, der da seelenruhig auf einem schönen, weichen Kissen schläft. Vielleicht träumt er auch gerade. Dieser Jesus. Seine Jünger wecken ihn und bringen ihm die Gefahren und Sorgen, die sie gerade haben. Und was macht er? Er stellt sich hin und bedroht den Sturm. Alles ist ruhig.

Ruhig werden, das erfahre ich beim Gebet. Ich bete zu Gott und klage ihm mein Leid. Er, der alles Leben in der Hand hält, schenkt mir eine innere Ruhe und sagt einfach zu mir: „Vertrau mir, ich mach das schon!“.

Diakon

Manuel Ansperger
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