Monatsthema Monic Uetrecht

06. November 2021

Ganz plötzlich und unerwartet erreichte mich die Nachricht, dass ein langjähriger, ehemaliger Kollege verstorben ist. Zwischen uns gab es eine ganz besondere Beziehung, die wir uns miteinander erarbeitet hatten. Es brauchte einige Reibereien, bis wir es zu gegenseitiger Akzeptanz und später auch einer tragfähigen und vertrauensvollen Beziehung schafften. Und nun plötzlich ist dieser Mann tot. Mitten im Alltag traf mich diese Nachricht, die mein Ehemann mir überbrachte. Nach großer Sprachlosigkeit brauchte ich Kontakte zu anderen ehemaligen Kollegen*innen. Telefonieren, Nachrichten schreiben, sich austauschen über diesen Tod. Sich in dieser spontanen Gemeinschaft verstanden fühlen, wie gut. Auch die Anderen waren getroffen und mussten reden, da waren wir uns sehr nah, auch wenn die Gemeinschaft „nur“ am Telefon stattfand. Nach diesem Austausch war es irgendwann möglich, den Verstorbenen in Gottes Hände zu geben. Zu erkennen, dass dies nun wohl der bessere Platz für ihn ist. Gemeinschaft erleben, das hilft solche schwierigen Situationen zu durchleben. Gemeinschaft mit Menschen aber auch Gemeinschaft mit Gott, und ihm diesen Menschen anvertraut. Mir tat beides in der Situation gut.

Monic Uetrecht, ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Dümmer-Region