13. November 2021

Als ich vor ein paar Tagen morgens mit dem Fahrrad auf dem Weg ins Büro war, hörte ich laute Trompetenrufe. Durch den Novembernebel erblickte ich einige Kraniche – direkt über mir!
Sie werden auch „Vögel des Glücks“ genannt. Und ich muss gestehen, dass sie in mir eine große Freude auslösen, wann immer ich sie sehe oder höre.

Schon oft habe ich die Kraniche beim abendlichen Einflug zu ihren Schlafplätzen beobachtet. Ein tolles Schauspiel, sie in ihrer typischen Formation am Himmel zu sehen.

In diesem Herbst konnten wir sie besonders nah erleben, am Rande eines Maisfeldes in voller Lebensgröße: ausgewachsene Kraniche mit ihren Jungtieren. Wundervoll! Vorsichtig pirschten wir uns heran. Und tatsächlich blieben wir lange unentdeckt und konnten einige schöne Bilder erhaschen. Das waren unglaubliche Glücksmomente.
Doch plötzlich bemerkten sie uns. Ein Kranich schaute uns direkt ins Gesicht. Es begann eine aufregende Kommunikation unter den Tieren.

In diesen Tagen machen sie sich wieder auf den Weg in den Süden. Einige von ihnen bleiben aber auch im Winter hier. Ich freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen.

Monika Terfloth, Ephoral-Sekretärin in der Superintendentur