Zwei U25-Lektorinnen

Nachricht 29. Juni 2020

„Anderen von meinem Glauben erzählen“

Lena Siemering und Nele Reitzig beim U25-Kurs in Loccum; Foto: Ursula Schmidt-Lensch

Zwei zukünftige Lektorinnen für unseren Kirchenkreis

„Anderen von meinem Glauben erzählen“ - zwei zukünftige Lektorinnen für unseren Kirchenkreis

Nele Reitzig und Lena Siemering sind zwei junge Frauen (nächstes Jahr machen sie ihr Abitur), die seit vielen Jahren in der evangelischen Jugend des Kirchenkreises engagiert sind. Als im letzten Jahr bekannt wurde, dass es im Sprengel Osnabrück einen U25-Lektorenkurs, also einen Lektorenkurs für junge Menschen unter fünfundzwanzig Jahren, geben wird, haben sie sich gleich angemeldet.

Lektorinnen und Lektoren gestalten ehrenamtlich Gottesdienste mit allem, was dazu gehört – mit Begrüßung, Gebeten und Segen und natürlich mit der Predigt. Bei der Predigt stützen sie sich auf vorformulierte Lesepredigten, die sie aber so umarbeiten, dass sie zu ihren eigenen werden.

Der Kurs, an dem fast zwanzig Jugendliche aus allen fünf Kirchenkreisen des Sprengels Osnabrück teilnehmen, wird von Pastor Michael Held, Referent für Lektorenarbeit der Landeskirche in Hildesheim, und Diakon Manuel Ansperger aus dem Kirchenkreis Grafschaft Diepholz geleitet. Unterstützung erhalten sie von der Beauftragten für Lektoren- und Prädikantenarbeit im Sprengel Osnabrück, Pastorin Ursula Schmidt-Lensch.

Wir haben beide zukünftigen Lektorinnen gebeten, zu schreiben, warum sie am Lektorenkurs teilnehmen. Hier die Statements der beiden:

Lena: „„Predigen ist reden vom eigenen Glauben", das hat uns Michael auf dem letzten Wochenende mehr als einmal deutlich gemacht. Lektorin sein bedeutet für mich genau das: Anderen von meinem Glauben erzählen, um ihnen dadurch etwas mitgeben zu können, das ihnen hilft und das sie stärkt, wenn sie es brauchen - und das eben nicht mehr nur in der evangelischen Jugend. Das ist für mich das wichtigste und auch das schönste daran, Lektorin zu sein.“

Nele: „Ich finde am Lektorin-Sein spannend, den Sonntagmorgens Gottesdienst von der anderen Seite kennenzulernen, und ich hoffe einfach, dass Menschen, die dann einen von mir gestalteten Gottesdienst besuchen, von diesem angesprochen sind und er ihnen ein gutes Gefühl gibt. Das fände ich schön.“

Im Juli werden sich die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer zum letzten Mal treffen, um sich gegenseitig ihre Predigten vorzustellen. Dann ist ihr Lektorenkurs beendet. Unsere beiden Lektorinnen werden danach im Rahmen eines Mentorats bei einigen Gottesdiensten mitwirken, um dann – voraussichtlich zum Jahresende – von Superintendent Marten Lensch in ihren Dienst eingeführt zu werden und den großen Kreis der Verkündigerinnen und Verkündiger des Wortes Gottes im Kirchenkreis zu erweitern.