So hat der Zukunftsprozess im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz angefangen
Wie soll unsere Kirche funktionieren, wenn Geld, Personal und zeitliche Ressourcen knapper werden? Viele unserer Aufgaben möchten wir auch weiterhin erfüllen – aber wer wird das in Zukunft machen? Anfang 2025 kamen die Pastor*innen und Diakon*innen aus unserem Kirchenkreis zusammen, die voraussichtlich auch in den 2030er-Jahren noch im Dienst sein werden. Sie beschäftigten sich mit der absehbaren Entwicklung der Stellenplanung. Schnell wurde deutlich: Wir müssen unsere Strukturen verändern, damit die hauptamtlichen Mitarbeitenden auch in Zukunft in allen Gebieten des Kirchenkreises verlässlich und möglichst gerecht für die Menschen da sein können.
Dabei ging es nicht nur um die Frage, wie viele Stellen es künftig geben wird und wie sie verteilt werden. Ebenso wichtig war die Frage: Wie muss unsere Arbeit gestaltet sein, damit wir sie nicht nur als Pflicht erfüllen, sondern mit Freude und bei guter Gesundheit ausüben können?
Es zeigte sich, dass viele weiterhin gerne klassische Gemeindearbeit machen möchten. Andere können sich gut vorstellen, mit bestimmten Zielgruppen oder Inhalten regional übergreifend zu arbeiten. Einig waren sich alle in einem Punkt: Kirchliche Arbeit ist und bleibt Beziehungsarbeit. Sie lebt von Begegnungen und Kontakten mit und für Menschen.
Beim Treffen bildeten sich verschiedene Arbeitsgruppen, in denen erste Ideen entwickelt wurden. Es ging sowohl um inhaltliche Fragen – etwa zur Konfirmandenarbeit und zu gemeindeübergreifenden Gruppenangeboten – als auch um künftige Strukturen.
All diese Überlegungen waren ein erster Baustein für unser Zukunftskonzept – das „Insel-Modell“.