Christine Lührs lebt und arbeitet im landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Familie in Rehden. Die 61-Jährige ist seit Langem in verschiedenen Bereichen im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz engagiert und unsere Vertreterin in der Landessynode. Im Parlament der Landeskirche Hannovers arbeitet sie im Bildungsausschuss sowie im Umwelt- und Bauausschuss mit.
Warum haben Sie für die Landessynode kandidiert?
„In der 26. Synode habe ich erlebt, dass es wichtig ist, die Sichtweise und den Hintergrund ‚Leben und Arbeiten in der Landwirtschaft‘ mit einzubringen. Ich war die einzige Synodale aus diesem Lebensbereich.“
Welche Themen sind Ihnen in der synodalen Arbeit wichtig?
„Wir müssen jetzt mit dem Wenigerwerden von Kirchenmitgliedern arbeiten, mit weniger Personal, Pastorinnen und Pastoren und weniger Finanzen. Das bedeutet, dass die Kirchengemeinden ihre Arbeitsweisen und Gemeindestrukturen anpassen müssen. Dafür brauchen sie auch die gesetzlichen Möglichkeiten und Offenheit, dies für sich individuell zu überlegen, zu gestalten und umzusetzen. Im Planungsausschuss der Landessynode werden genau solche Voraussetzungen überlegt und beschlossen.“
Wie wünschen Sie sich die Kirche von morgen?
„Für die Zukunft wünsche ich mir eine Kirche, die stark im Sozialraum verortet ist, die offen ist für Kirchenferne und stärker serviceorientiert arbeitet.“
Miriam Unger