Aktuelles aus der MAV

Abschluss in Tarifverhandlungen für TV-L

Es gibt gute Neuigkeiten für Beschäftigte, die nach dem TV-L bezahlt werden. Die Tarifverhandlungen haben sich hingezogen aber wurden 2023 beendet und nun hat auch die ADK teilweise zugestimmt. Hier ist ein Auszug aus der ADK Info:

Am 26.01.2024 hat die Arbeits- und dienstrechtliche Kommission beschlossen, dass auch den Beschäftigten, die ihr Entgelt nach der Tabelle des TV-L erhalten (alle Mitarbeitenden, die nicht im Sozial- und Erziehungsdienst tätig sind) die Inflationsausgleichsprämie gezahlt wird.

Voraussetzung für die Zahlung ist, dass Beschäftigte, Auszubildende oder Praktikanten am 9. Dezember 2023 in einem Beschäftigungsverhältnis standen und zwischen 1. August und 8. Dezember mindestens an einem Tag Anspruch auf Entgelt bestanden hat.

Zunächst erhalten Vollzeitbeschäftigte eine Einmalzahlung von 1800 € (Teilzeitbeschäftigte erhalten die Summe anteilig ihres Beschäftigungsumfangs), Auszubildende und Praktikanten 1000 €.

Des Weiteren erhalten Mitarbeitende, die weiter in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, für die Monate Januar bis Oktober 2024 monatlich 120 € (Auszubildende und Praktikanten 50 €). Auch diese Summe erhalten Teilzeitbeschäftigte anteilig.

Die Inflationsausgleichsprämie wird abzugsfrei ausgezahlt.

Aus verwaltungstechnischen Gründen kann die Inflationsausgleichsprämie frühestens mit dem Märzentgelt ausbezahlt werden, inklusive der Nachzahlung für die Monate Januar und Februar.

Noch nicht in der ADK verhandelt wurde die Übernahme der Erhöhung der Entgelte im TV-L ab 01.11.2024. Hierzu muss der vollständige Tarifabschluss vorliegen. Die Redaktionsverhandlungen der Tarifparteien sind derzeit noch nicht abgeschlossen.

Wechsel in der MAV - Klausurtag 2023

Am 22.11.2023 haben wir einen außerplanmäßigen Klausurtag einberufen. Mit dem bevorstehenden Ruhestand von Ralf Vullriede steht der MAV ein großer Umbruch bevor. Ralf war seit 1994 Mitglied und hat viele Strukturen mit aufgebaut. Er hatte eine volle Freistellung, wodurch er den Großteil der Arbeit alleine gemeistert hat. Er ist bzw. war das gebündelte Wissen der MAV.

Wir mussten uns also überlegen, wie es ohne ihn weitergehen kann und wer neue Aufgaben übernehmen möchte. Eine neue Vorsitzende und eine Stellvertretung mussten ebenfalls gewählt werden.

Das Wichtigste nehme ich direkt vorweg: Das Ergebnis der Wahl ist, dass Sarah Frerking die neue Vorsitzende und Laurien Maieli ihre Stellvertreterin ist. Genaueres zu den Personen folgt am Ende des Berichtes.

Nun zur Klausur: Wir begannen unsere Tagung um 9 Uhr mit der ordentlichen Sitzung, haben Personalien und aktuelle Probleme besprochen. Danach ging es weiter mit den eigentlichen Themen. Als ersten habe wir eine kleine Reflektion der Arbeit gemacht und unsere Aufgaben gelistet. Was machen wir eigentlich alles? Fehlt was? Ist irgendwas zu viel? Da kamen schon so einige Dinge zusammen, die wir aber auch alle beibehalten wollen. Also heißt es zukünftig mehr Arbeitsverteilung auf alle Köpfe.

Jetzt stand schon die Mittagspause an. Jede und jeder hatte in der Zeit nochmal die Gelegenheit das Besprochene sacken zu lassen und zu überlegen in welchen Bereichen man verstärkt einsteigen möchte – vielleicht sogar mit einer Freistellung. Außerdem haben wir die Pause genutzt, um neue Fotos für die Übersichtsseite zu machen.

Um den Aufgaben Herr zu werden haben wir neue Ausschüsse gebildet bzw. alte mit neuen Aufgaben besetzt. Diese sind auch eigenständig handlungsfähig und können bestimmte Themen und Probleme konkret bearbeiten. In jedem Ausschuss müssen laut Gesetz 3 Mitglieder der MAV sein, damit diese Regelung greift. Es gibt zu jedem Arbeitsfeld bzw. Träger einen eigenen Ausschuss, sprich Kindertagesstätten, Sozialstationen, Kirchengemeinden und dem Kirchenkreisverband. Zusätzlich gibt es noch den Ausschuss für Arbeitssicherheit sowie für Öffentlichkeitsarbeit und Digitales.

Außerdem haben wir verschiedene Themen, die häufig in der Beratung auftauchen zur Recherche und Vertiefung in der Runde verteilt. So können wir sicherstellen, dass in jeder Sitzung zu allen Problemen Antworten gefunden werden können. Auch die Netzwerkarbeit in den verschiedenen Gremien haben wir neu in den Fokus gerückt, da wir auf eine gute Zusammenarbeit angewiesen sind.

Mit Sarah und Laurien haben wir eine sehr junge Führung in der MAV. Beide sind erst seit der Wahl 2021 mit dabei und haben zwischendurch auf Grund von Elternzeit pausiert. Sarah ist 31 Jahre alt, arbeitet mit einer Freistellung von 14,5 Stunden für die MAV und mit 5 Stunden im Jugendmigrationsdienst beim Diakonischen Werk. Laurien ist 27 Jahre alt, Erzieherin in der Krippe Lutherspatzen Lemförde und arbeitet mit insgesamt 24 Stunden von denen sie ebenfalls 14,5 Stunden für die MAV freigestellt wird. Sarah hat sich bereits seit Mai als Stellvertretende Vorsitzende von Ralf einarbeiten lassen. Laurien fängt jetzt erst an. Das heißt es gibt für beide noch viel zu lernen – womit sie direkt im Januar anfangen und zu einer Fortbildung fahren.

Zusätzlich zu den beiden hat nur noch Sabine Heitmann eine Freistellung von 19,5 Stunden für ihre Tätigkeit als Schriftführerin bei der MAV. Sie ist schon seit der letzten Wahlperiode mit einer Freistellung dabei gewesen und kennt sich im Büro gut aus. Das ist für die Einarbeitung der beiden Vorsitzenden eine große Unterstützung.

Mit dem Ergebnis der Tagung sind wir sehr zufrieden und hoffen, die neuen Aufgaben zusammen gut umsetzten zu können.

Mitarbeiterversammlung 2023

Wie jedes Jahr haben wir, die Mitarbeitervertretung, alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus dem Kirchenkreis Grafschaft Diepholz zu unserer Versammlung eingeladen. Das sind mittlerweile knapp 700.
Wir freuen uns sehr, dass 170 Personen der Einladung in die Kirche und das Gemeindehaus St. Michaelis in Diepholz gefolgt sind.
Bevor die Versammlung in der Kirche begonnen hat, hatten alle die Möglichkeit sich am Kuchenbuffet zu stärken. Ralf Vullriede begrüßt die Gäste in der Kirche und erläutert den Ablauf der Veranstaltung. Nach einer kurzen Einführung hält Jörg Brand eine Andacht. „Macht mal Pause“, sagt er. Auch Jesus hat sich eine Pause genommen, um neue Kraft zu schöpfen. Das sollten wir als Mitarbeitende auch tun, nicht nur privat sondern auch auf der Arbeit um sich zu erholen, nachzudenke oder gesund zu werden, um dann gestärkt weiter zu machen.
Pastor Michael Steinmeyer hat als stellvertretender Superintendent die Versammlung über aktuelle Situation im Kirchenkreis informiert. Er ist dankbar für alle Mitarbeiter*innen, die wir haben. Es sei in allen Bereich spürbar, dass es nicht nur ein Fachkräftemangel, sondern auch einen generellen Personalmangel gibt.
Der nächste Tagesordnungspunkt „Freistellungsmöglichkeiten zur Pflege von Angehörigen“ wurde von Herrn Harms, Pflegeberater bei der AOK, vorgestellt. Er informierte darüber, welche finanziellen und rechtlichen Unterstützungsmöglichkeiten es für die Pflege von nahen Angehörigen gibt. In einem Akutfall kann man jährlich bis zu 10 Tage freigestellt werden und bekommt Lohnersatzleistungen. (gilt ab 01.01.2024) Bei einer Pflegezeit von bis zu 6 Monaten, kann man ein zinsloses Darlehen bekommen. Dies ist verlängerbar bis maximal 24 Monate. Arbeiternehmende haben einen Kündigungsschutz für die Dauer der Pflege. Diese Zeiten sind immer aus Sicher der pflegebedürftigen Person zu betrachten. Das heißt, man kann die Zeiten auf mehrere Personen aufteilen aber die Gesamtzeit von 24 Monaten kann nicht überschritten werden.
Die Details, Definitionen der Rechtsbegriffe und einzelnen Voraussetzungen sind als Download in der Präsentation nachzulesen, die Herr Harms uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat. (Siehe unten)
Nach einer Verschnaufpause ging es dann weiter mit einer kurzen Vorstellungsrunde der MAV Mitglieder und unserem Bericht. Ralf berichtet über die 10- jährigen Jubiläen vom Bestehen des KiTa-Verbandes und dem Umzug des Kirchenamtes nach Sulingen. Beides wurde bzw. wird in diesem Jahr gefeiert. Das Kirchenamt musste die Feierlichkeiten auf Grund von Corona in den letzten Jahren immer wieder aufschieben, aber jetzt ist es endlich so weit.
Viele Anfragen von Mitarbeitenden drehten sich in den letzten Wochen um die tariflichen Änderungen. Dazu erklärt Ralf, dass wir im Kirchenkreis mit verschiedenen Tarifsystemen arbeiten und es daher nicht für alle gleich ist. Für diejenigen, die nach TVöD bezahlt werden, gab es bereits eine Lohnerhöhung und Inflationsausgleichzahlung. Für Mitarbeitende nach TVDN und TV-L ist das noch in Verhandlung. Wir hoffen dort auf baldige Abschlüsse, können aber keine genauen Daten nennen. Der Inflationsausgleich ist auch keine Verpflichtende Zahlung, sondern nur vom Gesetzgeber als mögliche Steuerfreie Zuzahlung möglich und deswegen von den Tarifen abhängig.
Sarah Frerking informiert die Mitarbeiterschaft über den aktuellen Auftritt der MAV auf der Seite des Kirchenkreises. Hier sollen zukünftig mehr Informationen zu finden sein, die man sich ggf. auch runterladen kann. Generell möchte die MAV sich mehr digitalisieren und ist dazu in regem Kontakt mit der IT.
Außerdem erzählt Sarah noch etwas über das Thema Jahresgespräche. Laut einem Beschluss der Landeskirche, bereits 2007, sollen mit allen Mitarbeiter*innen Jahresgespräche geführt werden. Diese sind von der jeweiligen Leitung durchzuführen, vertraulich zu behandeln und nicht Teil der Personalakte. Die Arbeit soll wertschätzend betrachtet werden, Entwicklungsmöglichkeiten und Ressourcen erkannt werden sowie die Kommunikation stärken. Daher sind Jahresgespräche unabhängig vom Alltagsgeschehen anzusetzen und sind nicht als Krisengespräch o.Ä. gedacht. Es werden Ziele vereinbart und notiert, sodass auf dieser Grundlage das nächste Gespräch stattfinden kann. Weitere Infos und Unterlagen zur Vorbereitung sind unter www.jahresgespraeche.de zu finden.
Als letztes geht Ralf noch auf den Verkauf der Sozialstation Diepholz an das Seniorenhaus Anna Magareta ein. Es gibt Überlegungen mit der dortigen Mitarbeitervertretung eine gemeinsame MAV zu bilden. Dazu ist die Zustimmung der jeweiligen Leitungen sowie der Mehrheit der Mitarbeitenden nötig. Eine Abfrage in der Versammlung ergab grundsätzlich positives Feedback, sodass wir als MAV diese Option weiter verfolgen können.
Unter dem Punkt Verschiedenes gab es keine weiteren Bemerkungen.
Zum Schluss gibt es „Standing Ovations“ für Ralf Vullriede, für den es die letzte Mitarbeitendenversammlung als MAV-Vorsitzender ist. Ende des Jahres wird er in Rente gehen. Seine Stellvertreterin Sarah Frerking übernimmt dann den Vorsitz.

Neben der allgemeinen Mitarbeiterversammlung hat an diesem Tag auch noch das Treffen der Schwerbehinderten stattgefunden. Nadine Spoeter-Winkelmann ist die Schwerbehindertenvertreterin (SBV) und aktuell für 27 Mitarbeitende zuständig. Sie hat ihre Gäste mit einem kurzen Tätigkeitsbericht über die vergangenen Monate informiert. Außerdem gab es einen regen Austausch über die Unterstützungsmöglichkeiten der SBV im Arbeitsalltag. Da es viel zu besprechen gab und die geplante Zeit im Vorfeld der Gesamtversammlung nicht reichte, wird es in den nächsten Monaten ein weiteres Treffen geben. Nadine steht gerne für Rückfragen bereit, falls jemand Fragen zu diesem Thema hat.