Ein JA mit Zukunft – Konfirmation heute

25. April 2026

Wort zum Sonntag

Pastor Dimitri Schweitz; Foto: Jantje Ehlers

am 25. April 2026

In diesen Wochen stehen sie wieder im Mittelpunkt: Festlich gekleidet, ein wenig aufgeregt, zwischen Kindheit und Erwachsensein. Die Konfirmation ist für viele junge Menschen ein besonderer Moment – und doch stellt sich die Frage: Was bedeutet dieses JA heute eigentlich noch?

Ein JA zum christlichen Glauben, zur eigenen Taufe, zur Kirche. Für manche mag das wie eine Tradition wirken, die man „eben so macht“. Doch dahinter steckt mehr. Es ist ein bewusster Schritt: Ich nehme mein Leben nicht nur als Zufall hin, sondern als Geschenk. Ich stelle mich unter einen Segen, der größer ist als ich selbst.

Gerade in einer Zeit, die oft unübersichtlich wirkt, kann dieses JA eine Richtung geben. Es bedeutet nicht, dass alle Fragen geklärt sind oder Zweifel verschwinden. Im Gegenteil: Glaube lebt davon, dass er sich mit dem Leben auseinandersetzt. Wer konfirmiert wird, sagt nicht: „Ich weiß alles.“ Sondern eher: „Ich bin bereit, meinen Weg im Vertrauen zu gehen.“

Für junge Menschen, die ihren Lebensweg noch vor sich haben, kann das eine starke Grundlage sein. Denn der Glaube verspricht keine fertigen Antworten, aber Begleitung. Er erinnert daran, dass man nicht alles allein tragen muss. Dass es Hoffnung gibt, auch wenn Pläne scheitern. Und dass jeder Mensch wertvoll ist – unabhängig von Leistung oder Erfolg.

Auch das JA zur Kirche gehört dazu. Eine Gemeinschaft, die nicht perfekt ist, aber ein Ort sein kann, an dem man Fragen stellen darf, Halt findet und andere trifft, die ebenfalls unterwegs sind. Kirche lebt davon, dass Menschen sich einbringen – gerade die Jüngeren mit ihren Gedanken, ihrer Kritik und ihren Ideen.

Vielleicht ist die Konfirmation heute weniger ein Abschluss als ein Anfang. Ein Moment, innezuhalten und sich zu fragen: Woran will ich mich orientieren? Was trägt mich? Und worauf setze ich mein Vertrauen?

Das JA der Konfirmation ist leise, aber es hat Gewicht. Es ist ein Schritt in die Zukunft – mit Mut, mit Fragen und mit der Hoffnung, dass dieser Weg nicht allein gegangen werden muss.

In diesem Sinne wünsche ich allen Jugendlichen, die in diesem Frühjahr konfirmiert werden, Gottes Segen!

Dimitri Schweitz, Pastor der Gesamtkirchengemeinde Rehdener Land